Obendreher oder Untendreher? Die Krantypen im Vergleich
21.09.2026 · 6 Min. Lesezeit · KranWien-Redaktion
Nicht jeder Turmdrehkran ist gleich – und nicht jeder Kranführer fährt jeden Typ gleich gern. Ein Überblick über die wichtigsten Bauformen und ihre typischen Einsätze.
Der Obendreher: Standard auf der Großbaustelle
Beim Obendreher sitzt das Drehwerk oben am Turm; der Turm selbst steht fest. Das erlaubt große Hakenhöhen und Ausladungen und macht ihn zum Standardgerät im mehrgeschossigen Hochbau. Kranführer arbeiten hier meist aus der Kabine in luftiger Höhe – Erfahrung mit Lastpendeln, Windgrenzen und Blindhüben ist Pflicht.
Der Untendreher: flexibel und schnell versetzt
Untendreher drehen sich am Turmfuß und sind meist kleiner, schneller montiert und oft funkgesteuert vom Boden aus. Sie dominieren den Einfamilienhaus- und kleineren Wohnbau. Für Kranführer bedeutet das: mehr Nähe zum Geschehen, häufigere Baustellenwechsel, oft kombiniert mit anderen Tätigkeiten.
Wippkran und Schnellmontagekran
Der Wippkran (mit wippbarem Ausleger) spielt seine Stärken auf engen innerstädtischen Baustellen aus, wo mehrere Krane einander überschwenken oder Nachbargebäude nicht überfahren werden dürfen – in Wien ein alltägliches Szenario. Schnellmontagekrane wiederum sind in Stunden aufgebaut und ideal für kurze Einsätze.
Für Baufirmen heißt das: Die Krantyp-Erfahrung des Kranführers muss zum Gerät passen. Auf KranWien ist genau deshalb jeder Krantyp einzeln im Profil filterbar.